Gedanken am Rand

Als ich im März 2015 meinen ersten Beitrag veröffentlicht hatte, gab zwei Aufrufe. Unsicher im Umgang mit dem für mich neuen Medium, wartete ich, was passiert, wenn ich über meinen nächsten Promi berichte. Ich bin nicht täglich am Blog-Ball und komme auch schlecht davon los, nach einer gewissen Perfektion zu streben. Das kostet Zeit. Aber ich kann nicht „kurz und knapp“. Schon die Unvollständigkeit dieses Satzes widerstrebt mir. Im Grunde ist es aber so: Ich weiß zuviel von den Menschen, über die ich schreibe.  Und ich will sie denen, die das lesen, nahebringen oder sie ihnen überhaupt bekannt machen. Das ist mir wichtig.

Foto: Jürgen Weyrich
Rolf Losansky

Und so entstehen immer wieder Porträts. Gerade jetzt habe ich etwas über den Kinderfilmregisseur Rolf Losansky geschrieben, den ich vor vier Jahren persönlich kennengelernt habe. Seine Filme kannte ich schon lange. Wunderbare Geschichten, die aus der Sicht eines Erwachsenen eine poetisch-philosophische Dimension haben. Unaufdringlich, phantasievoll vermitteln sie den Kindern eine Botschaft. Phantasie spielte bei ihm immer eine große Rolle, aber eine, die sich aus der Realität speist. Losansky hat keine Killekille-Filme gemacht. Könnte ich „kurz“, hätte ich vielleicht nur geschrieben, dass er einen Schlaganfall hatte und ein bisschen drumherum gestrickt – so 20 Zeilen.

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Blick auf das Schloss von Meran in Südtirol

Sicher, solche Nachrichten müssen auch sein. Aber ich gönne mir das Mehr und habe damit eine für mich erstaunliche Leserschaft gewonnen. Zumindest sagt das die Statistik, die nicht nur die Zahl der Aufrufe auflistet, sondern auch, wo es passiert ist. Italien, Norwegen, Amerika – das hat mich verblüfft. Ob den Aufrufern meine Beiträge gefallen, ist offen. Schade, ich würde mich über Reaktionen, sprich Kommentare, freuen. Meine Entdeckung, seit ich das Blog habe, sind andere, interessante, kluge Blogs, die mir Spaß machen.  Von Josephine Sonnenschein zum Beispiel, deren  Aquarelle und Zeichnungen mir sehr gefallen, die Gedichte und Kurzgeschichten schreibt und mit Sprache umzugehen weiß wie auch Runa Phaino, „DER LEHMOFEN“ , die ein geistreiches Märchen geschrieben hat.

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Es ist heiß
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Mir brennen die Füße

Eigentlich habe ich noch viel mehr als Promi-Geschichten zu erzählen. Ich muss mich nur durchringen, es zu tun. Vielleicht die Geschichte von lebensmüden Ameise, die mir im Sommer am Strand von Groß Schwansee an der Ostsee über die Decke lief. Oder von müden Füßen bei der Wanderung durch die Kurstadt Meran bei 34 Grad. Mal sehen.

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