Archiv der Kategorie: Kultur-Tipp

„Tambari“ – Eine seltene Freundschaft

Das Filmmuseums Potsdam hat für sein Mai-Programm mit „Tambari“ einen der schönsten DEFA-Kinderfilme ausgegraben.  Er entstand 1977 unter der Regie von Ulrich Weiß nach Benno Pludras gleichnamigem Roman. Der  Schwarzweißfilm erzählt die Geschichte von der kurzen Freundschaft eines Jungen und eines alten Mannes und dessen Kutter „Tambari“.

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Fuhrmann Kaßbaum (Kurt Böwe) trank gern einen über den Durst. Die Kinder finden ihn auf der „Tambari“ ©DEFA-Stiftung/Norbert Kuhröber

Inhalt
Eigentlich haben alle gedacht, er wäre schon längst tot. Doch nach 50 Jahren kehrt Luden Dassow in sein Heimatdorf Koselin an der Ostsee zurück.  Um die ganze Welt ist er mit seinem Zeesenboot „Tambari“ gesegelt. Ablehnung schlägt ihm entgegen. Nur der junge Jan Töller, Sohn des Fuhrmanns Heinrich, freundet sich mit dem alten Seebären an, begleitet ihn zum Fischen und lässt sich von ihm von seinen Abenteuern erzählen. Gemeinsam verbringen sie viel Zeit auf der kleinen „Tambari“ , die Luden nach einer Insel im Pazifischen Ozean benannt hat.  In dem strengen Meerwinter stirbt der alte Freund. Kurz vor seinem Tod hatte er seinen geliebten Zweimaster den Fischern vermacht, unter der Bedingung, dass sie das Boot nie verkaufen. Sie haben kein Interesse daran und lassen die „Tambari“ verrotten.  Die Fischer plagen Sorgen, haben sie doch ein schlechtes Fangjahr, ein Sturm zerstörte ihre Reusen. Trotz des Spotts der Großen macht Jan mit einigen Freunden das Boot wieder seeflott. Hilfe bekommen sie von Fuhrmann Kaßbaum. Doch dann steht Ärger ins Haus. Die Fischer wollen nach einer erneuten Fangpleite die „Tambari“ zu Geld machen… 

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Die Fischer mögen den alten Weltumsegler Luden Dassow (Erwin Geschonneck) nicht ©DEFA-Stiftung/ Norbert Kuhröber

Poetisch und doch dokumentarisch genau beschreibt  Regisseur Ulrich Weiß die Gefühlswelt des Jungen und das raue Leben im Fischerdorf.  „Tambari“ ist sein Spielfilmdebüt.  Ihm zur Seite standen der großartige Erwin Geschonneck als Luden Dassow und Kurt Böwe als gutmütiger Fuhrmann Kaßbaum.
Gedreht wurde unter anderem in Kamminke und der dortigen Bar Kellerberg, in der die Anfangs- und Endszenen des Films in der Fischerkneipe entstanden, am Schwielowsee, auf Rügen und in Greifswald. „Tambari“ erlebte am 8. Juli 1977 auf der Freilichtbühne des Zentralen Pionierlagers „Alexander Matrossow“ bei Bad Saarow seine Premiere. Die Instrumentalstücke im Film werden von Uschi Brüning und Annerose Dubé stimmlich untermalt.

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Jan (Frank Reichelt) und sein Vater Heinrich Töller (Hans-Peter Reinicke) sehen die kaputten Reusen ©DEFA-Stiftung /Norbert Kuhröber

Tambari
läuft am 5. Mai, um 19:00 Uhr
Regie: Ulrich Weiß.
Darsteller:  Erwin Geschonneck, Frank Reichelt, Hans-Peter Reinicke, Barbara Dittus
Ort:
Kino des Filmmuseums Potsdam,
Breite Str. 1a (Marstall)
14467 Potsdam
Kartenreservierung
Tel.: 0331-27181-12, 
ticket@filmmuseum-potsdam.de

Der Kinderbuchautor Benno Pludra, der 2014 mit 88 Jahren in Potsdam verstarb, liebte diese Geschichte ganz besonders. Auch er sehnte sich als Kind nach fernen Ländern, er liebte das Meer. Fast alle seine Erzählungen und Romane spielen daher an der Küste, erzählen von Abenteuern auf dem Meer, von der Seefahrt und Fernweh. Kinder werden zu Entdeckern. Seinen Traum von der See wollte er sich als Seemann erfüllen. Mit 17 Jahren ging er zur Handelsmarine, besuchte die Seemannsschule und absolvierte auf dem Segelschulschiff Padua als Schiffsjunge eine Matrosenausbildung. Das war mitten im II. Weltkrieg.

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Benno Pludra im Dezember 2002 in einem Interview mit Bärbel Beuchler: „Die Padua war eine Viermastbark, das größte Segelschiff der Reederei Ferdinand Laeiß in Hamburg. Wir lagen den ganzen Winter vor Stettin, um die Sicherheitsmelder gegen Minen einzubauen. Dann wurden wir im Mai 1943 von einem Dampfer nach Riga geschleppt. Das ist doch Wahnsinn, dachte ich damals. Es tobte ja schon die letzte große Schlacht am Kursker Bogen. Wir hatten Angst, von den Russen beschossen zu werden. Aber es kam nur ab und zu mal ein Flieger. Wir segelten in der Bucht als wäre Frieden.“

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Benno Pludra signiert seine Bücher auf dem Basar der Journalisten auf dem Berliner Alexanderplatz

Nach seiner Matrosenprüfung musterte er im Sommer 1944 von der Padua ab und heuerte auf einem Frachter an, der „Ditmar Koel“. Mit großem Geleitzug von 10 bis 15 Schiffen liefen sie nach Norwegen aus.  Benno Pludra: „Wir lagen in der Buch von Bordo. Ich stand an Deck, sah so auf die Berge und dachte : Was spritzt denn da im Wasser so. Dann sah ich die Flugzeuge über die Berge kommen, die mit ihren Bordkanonen schossen. Die Spritzer waren Einschläge. Wir nahmen das erst gar nicht für voll, schossen  zurück. Dabei starben zwei unserer Leute.“ Am 7. Dezember 1944 wurde die „Ditmar Koel“, beladen mit Erz, bei Longerok von einem Torpedo getroffen, den norwegischen Widerstandskämpfer abgeschossen hatten. Benno Pludra: „Es knallte, als ob jemand mit einem Knüppel auf Blech hat. Im selben Moment war Achtern schon unter Wasser“, erinnerte sich Benno Pludra. „Wir ließen das Rettungsboot zu Wasser, aber Angst und Panik waren so groß, dass die Ersten schon drin saßen, als das Boot an einer Seite noch am Seil hing und das Schiff noch eigene Fahrt hatte. Ich stieg wieder aus, mein Freund Fiete kam nach. Als wir auf dem Heck standen, bäumte sich der Dampfer auf und sank. Ich sackte unter Wasser und hatte kein Empfinden, ob das es warm oder kalt war. In dem Gefühl, du gehst tot, du wirst ersaufen, dachte ich: Jetzt kriegen die anderen das ,Absaufpäckchen‘ mit Schnaps, Zigaretten, Seife, Zahnbürste. Aber ich hatte keine Angst, dass ich sterbe. Und mit einem Mal mal guckte ich oben raus, sah das Rettungsboot und Fiete ein Stück weiter im Wasser. In dem Moment, als ich erleichtert dachte: Nun kann nichts mehr passieren, ging ich wieder unter, kam hoch, ging wieder unter, bis uns die anderen ins Boot zogen.“

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Benno Pludra in den 1960er auf seinem Segelboot ©privat

Angst und Entsetzen kamen dem damals 19-Jährigen erst im Nachhinein. Damals begannen seine Haare weiß zu werden.  Viele Jahre später erzählt seine Erlebnisse in dem spannenden Roman „Aloa-hé“.
Seine Liebe zur See ist immer geblieben. Jeden Sommer verbrachte er später, schon Schriftsteller und Vater zweier Söhne, auf der Insel Hiddensee und fuhr mit seinem Boot hinaus auf die Ostsee. „Ohne das Meer wäre ich ein halber Mensch gewesen“, sagte er.

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„He, Du!“ – DEFA-Kultfilm mit Annekathrin Bürger

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Annekathrin Bürger als Jette in „Hostess“- © DEFA-Stiftung/Dieter Jaeger

Dass Annekathrin Bürger eine Schauspielerin mit vielen Facetten ist, hat sie in DEFA-Filmen gezeigt, die heute Kult sind: „Berliner Romanze“ (1956), „Königskinder“ mit Armin Mueller-Stahl (1962) und „Hostess“ (1975) unter der Regie ihres Mannes, des Schauspielers und Drehbuchautors Rolf Römer.

Am 3. April ist die Schauspielerin 80 Jahre alt geworden.  Das Filmmuseum Potsdam erfüllt ihr am 12. April nachträglich einen Geburtstagswunsch und zeigt den Liebesfilm He, Du!“ (1969), den ihr Rolf Römer für sie geschrieben hat. Es ist der Debütfilm des Schauspielers als Regisseur und Autor. Man hatte ihn als Schauspieler nach seiner Aufmüpfigkeit am Theater in Senftenberg ein bisschen aufs Abstellgleis geschoben. Er bekam kaum Angebote, und die er bekam, befriedigten ihn nicht. Und als er 1965 in Jürgen Böttchers Film „Jahrgang ’45“ im Begriff war, die Rolle seines Lebens zu spielen, wird er noch vor der Postproduktion verboten. Rolf Römer blieb auch in seiner zweiten Profession kritisch im Blick auf die DDR-Gesellschaft. Mit seinem „Polizeiruf 110: Schuldig“ (1978) in dem es um den Selbstmord eines Rangiermeisters geht, überschreitet er eine Grenze. Und bekommt keine Regie-Aufträge mehr.

Inhalt „He, du!“

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Heinz-Dieter Knaup als Horst Bach ©DEFA-Stiftung Zähler
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Annekathrin Bürger als Lehrern Ellen Volkmann ©DEFA-Stiftung/Zähler

Die 28jährige Ellen Volkmann ist eine emanzipierte Frau, Lehrerin aus Passion. Voller Idealismus versucht sie, gegen die Routine und Abgeklärtheit von Kollegen und Eltern anzugehen. Als sie bei einer Vertretungsstunde erkennt, dass Schüler zwar Bruno Apitz’ Roman „Nackt unter Wölfen“ als Schullektüre lesen müssen, mit den Ereignissen hinter dem Roman aber nichts mehr anzufangen wissen, sieht sie das auch als Versagen ihrer Kollegen und beruft eine Lehrerkonferenz in der Schule ein. Auch in ihrer Klasse erkennt sie, dass einzelne Schüler besondere Hilfe brauchen. Der 12-jährige Peter trinkt und raucht bereits. Als sie eines Tages beim Besuch der Mutter den Onkel des Jungen kennenlernt, wird ihr Gefühlsleben heftig durcheinander gewirbelt: Obwohl der Mann mit seinen rauen Erziehungsmethoden so gar nicht ihrem Ideal entspricht, fühlt sie sich doch zu ihm hingezogen – viel stärker jedenfalls, als zu ihrem elanlosen Kollegen Bach, der ihr kürzlich einen halbherzigen Heiratsantrag gemacht hat. Während eines Skiurlaubs versucht Ellen, sich über ihre Gefühle klar zu werden. 

Annekathrin Bürger drückt Rolf Römers Debütfilm ihres Mann Rolf Römer als Regisseur ihren unverkennbaren Stempel auf.  Ihre Filmpartner sind der großartige Heinz-Dieter Knaup (Horst Bach) und Frank Obermann (Frank Rothe). Frank Obermann starb mit 54 Jahren.  Die Rolle des Maxe Krahl wird nicht, wie vielfach behauptet, von Rolf  Römer gespielt, der ein geborener Specht ist, sondern von seinem Vater, der ebenfalls den Namen Rolf Specht trägt.

Mittwoch, 12. April 2017, 19 Uhr
„He, Du!“ in Anwesenheit von Annekathrin Bürger
im Kino des Filmmuseums Potsdam,
Breite Str. 1a (Marstall)
14467 Potsdam
Kartenreservierung: 0331-27181-12, 
ticket@filmmuseum-potsdam.de

 

Waltraut Pathenheimer – Sie war die erste Filmfotografin der DEFA

Immer sind es zuerst die Fotos auf einem Filmplakat, in einem Schaukasten, auf einem Flyer, in einem Kinoprogramm, die unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, Erwartungen wecken und uns animieren, in einen Film zu gehen. Manche Fotos sind zu Ikonen der Filmgeschichte geworden – Filmposter mit James Dean oder Marilyn Monroe etwa.

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Gojko als Tokei-ihto in „Die Söhne der großen Bärin“, 1965 ©DEFA-Stiftung/Pathenheimer

Nicht so weit weg von uns ist Gojko Mitić – unser aller Held der DEFA-Indianerfilme, der als Häuptling „Tokei-ihto“, „Chingachgook, die große Schlange“ oder „Weitspähender Falke“ die Sammelalben seiner Fans füllt. Dafür in Szene gesetzt hat ihn Waltraut Pathenheimer. Ganz bescheiden und klein steht auf den Fotos ihr Signum DEFA-Pathenheimer. Selten wird der Vorname genannt, so dass bislang kaum jemand wusste, wer sich dahinter verbirgt.

Mir ging es da nicht anders. Wie oft habe ich ihre Bilder benutzt, wenn ich über einen DEFA-Film berichtet habe, wenn ich mit Schauspielern wie Klaus-Peter Thiele über „Die Abenteuer des Werner Holt“ gesprochen habe oder mit Annekathrin Bürger über „Königskinder“. Die Liste ließ sich unendlich fortsetzten und enthielte dann große Schauspielernamen wie Erwin Geschonneck, Armin Mueller-Stahl, Manfred Krug, Jessy Rameik, Jutta Hoffmann, Jutta Wachowiak, Hermann Beyer… Sie alle haben vor ihrer Kamera gestanden.

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Annekathrin Bürger in „Königskinder“, 1962. In der Großaufnahme spiegeln sich Gedanken und Gefühle der Figur. Mut, Angst, Wachsamkeit. Für das Foto kroch die Schauspielerin nach dem Dreh so lange durch Matsch und Regen, bis die Fotografin zufrieden war. ©DEFA-Stiftung/Pathenheimer

Mit ihrem Buch „Pathenheimer: Filmfotografin. DEFA-Movie Stills“ haben die Medienwissenschaftlerin Anna Luise Kiss und der Kameramann Dieter Chill das Geheimnis gelüftet. „Mich haben ihre Fotos fasziniert, und ich wollte wissen, wer das ist“, erzählt Anna Luise Kiss. „Wir haben in den Archiven des Filmmuseums Potsdam, bei der DEFA-Stiftung und in Waltraut Pathenheimers Privatarchiv zigtausend Fotos, wahre Schätze, entdeckt.“ Das knapp 200 Seiten starke Buch zeigt erstmals eine Auswahl des umfangreichen künstlerischen Œuvres der Fotografin, die am 17. Februar 85 Jahre alt geworden ist.

„Sie war schon so etwas wie eine kleine Göttin“, schwärmt Dieter Chill, der sie 1988 bei den Dreharbeiten des Kinderfilms „Das Herz des Piraten“ kennengelernt und als Kamera-Assistent mit ihr zusammen gearbeitet hat. „Waltraut ist in dem aufgegangen, was ihre Aufgabe am Drehort war. Sie war integer gegenüber den Regisseuren und ihren Absichten. Es war ihr Ziel, mit der Aussage ihrer Bilder das Anliegen des Films zu verdeutlichen. Sie hat sich nie herausgestellt. Wenn am Ende ihre Bilder dem Film ein besseres Antlitz verliehen, als tatsächlich dahinter war, dann war es Zufall“, sagt Dieter Chill.

Das Buch ist nicht chronologisch nach Jahreszahlen oder Filmen angelegt, sondern nach Themen: „Wir wollten damit den besonderen Blick der Fotografin auf Menschen in  Situationen, ihre Reaktionen und Beziehungen zeigen.“ So kamen die Autoren auf Genres wie „Küssen“, „Tanz“, „Kontraste“, „in Landschaften“, „in Städten“, „Krieg“, „Klassenfeindschaft und Kalter Krieg“, „Widerstand“ oder „Bewegung“. In diesem Kapitel ist eins der wichtigsten Bilder von Waltraut Pathenheimer zu sehen.

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Jürgen Strauch spielte das Kind in „Nackt unter Wölfen“, 1962. Waltraut Pathenheimer fing diesen emotionalen Moment bei der Fahrt mit dem Kamerawagen ein. ©DEFA-Stiftung/Pathenheimer

Eine Szene aus dem DEFA-Film „Nackt unter Wölfen“. Erfasst in einem unwiederholbaren Moment. Männer in Häftlingskleidung. Nur verschwommen zu erkennen. Sie rennen. Einer presst ein Kind unter seinem Arm fest. Der Fokus liegt auf dem Gesicht des kleinen Jungen. Er schreit seine ganze kindliche Angst heraus.

Die Fotografin war Waltraut Pathenheimer. Sie wurde für diese Aufnahme auf dem II. Internationalen Filmfotografie-Wettbewerb 1964 in Karlovy Vary ausgezeichnet. Sie berührt, zeigt den Widerspruch. Als Standfotografin hatte sie die Dreharbeiten 1962 im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, dem originalen Schauplatz der Geschichte des Buchenwaldkindes, begleitet. Es war nach „Königskinder“ ihre zweite Arbeit mit Regisseur Frank Beyer, Kameramann Günter Marczin­kowsky, Szenenbildner Alfred Hirschmeier und Schauspieler Armin Mueller-Stahl. Das junge Team, alle um die 30, einte der Gedanke, Menschlichkeit zu zeigen, wo Unmenschlichkeit herrscht. Die Fotos von „Nackt unter Wölfen“ gehören zu den eindrucksvollsten mit dem Signum DEFA-Pathenheimer, gleichsam ein Siegel für besondere Fotokunst.

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Waltraut Pathenheimer beim Spaziergang mit ihrer Enkelin ©Daniel Pathenheimer

Gerade 22 Jahre war die am 17. Februar 1932 geborene Berlinerin, als sie 1954 ihre Tätigkeit bei der DEFA aufnahm und als erste Frau in die von Männern dominierte Welt hinter der Kamera kam. Die Berufswahl nach dem Abitur 1950 war eher Zufall als geplant. Die 85-Jährige erzählt, wie es dazu kam. „Ich suchte einen Platz, auf dem ich nützlich sein konnte. Auf der Suche nach einem Beruf habe ich viele Annoncen gelesen. In einer stand, dass die Fotoabteilung der DEFA eine Fotografenausbildung anbietet. Das schien mir interessant zu sein, schon wegen des Filmbetriebes. Ich hatte bis dahin nie fotografiert oder mich mit Film beschäftigt. Da bin ich hin und habe mich dem Chef vorgestellt. Ich habe ihm erzählt, dass ich gern zeichne und mich für künstlerische Dinge interessiere. Ich schien ihm geeignet für den Beruf und machte eine vierjährige Lehre. Gleich nach der Prüfung wurde ich zu einer Filmproduktion geschickt.“

Mit finanzieller Hilfe ihrer Mutter erwarb Waltraut Pathenheimer eine gebrauchte Mentor-Kamera (9×12-Format) und eine Contax für das Kleinbildformat. „Das Stativ musste ich mir selbst basteln, weil es keins zu kaufen gab“, erinnert sie sich. Ihre ersten Szenenfotos machte sie für den Film „Wer seine Frau lieb hat…“. Das war grundsolides Studiokino mit gebauten und perfekt ausgeleuchteten Bildern. Für die Anfängerin eine gute Schule, das fotografische Sehen zu lernen. Ein Film folgte dann dem nächsten, zwei, drei wurden es jedes Jahr.

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Das Buch erschien 2016 im Ch. Links Verlag

Es dauerte, bis das Fräulein, das sich mit der schweren Ausrüstung abbuckelte, von den „alten Hasen“ anerkannt wurde. Waltraut Pathenheimer weiß noch, wie Regisseur Erich Engel 1958 am Set für „Geschwader Fledermaus“ spöttelte: „Bitte Ruhe, unsere Kleine will ein Foto machen…“ Doch die ließ sich nicht beirren, vertraute auf ihr Können. Und die Qualität ihrer Arbeiten sprach sich unter Regisseuren und Schauspielern herum. „Sie hatte einen hochprofessionellen Anspruch, dem sie sich mit ihren Bildern verpflichtet fühlte“, sagt Peter Bernhardt, der als 1. Kamera-Assistent bei 15 Filmen mit ihr zusammengearbeitet hat. „Sie kannte die Drehbücher, jede Szene, und war immer perfekt vorbereitet. Waltraut überließ nichts dem Zufall. Sie legte sich ihre Fotos im Kopf zurecht und inszenierte mit den Schauspielern die Szenen neu. Dabei verlangte sie von ihnen die gleiche Intensität wie beim Drehen.“

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Waltraut Pathenheimer 1988. Der Barkas war ihr Dienstwagen. ©Dieter Chill

Das stieß nicht immer auf Gegenliebe. Bei der Realisierung der Szenenfotos für den Film „Die Verlobte“ passierte ihr das mit Jutta Wachowiak. Die Schauspielerin, die die Rolle der Widerstandskämpferin Hella Lindau spielte, weigerte sich, nach dem Abdrehen noch einmal für ein Foto tief in die Szene einzutauchen. „Waltraut nutzt gern extreme Lichtverhältnisse. Es waren die ersten Einstellungen in der Wäscherei. Wir drehten auf einem Dachboden. Hella Lindau öffnet ein vernageltes Fenster und wird von dem Licht geblendet. Das wollte Jutta Wachowiak nicht wiederholen, weil es sie emotional sehr angespannt hatte. Waltraut gab kein Pardon, wenn es um die Aussage ihrer Fotos ging. Aber sie suchte Lösungen, um die Schauspieler zur Mitarbeit zu bewegen.“ Jutta Wachowiak war am Ende sehr zufrieden mit den Aufnahmen, und es gab nie wieder Probleme. Krieg und antifaschistischer Widerstand sind für Waltraut Pathenheimer immer relevante Themen und Motivation für außergewöhnliche Standfotos gewesen. Unvergessen darunter „Die Abenteuer des Werner Holt“, „Pugowitza“, „Der Traum des Hauptmann Loy“, „Wo andere schweigen“…

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Badeszene in dem Film „Hilde, das Dienstmädchen“, 1986 ©DEFA-Stiftung/Pathenheimer

„Ich habe von dem beabsichtigen Foto eine feste Vorstellung.… Meine Absicht kann ich aber nur verwirklichen, wenn ich mein Foto selbständig arrangiere und inszeniere. Durch Umstellen der Schauspieler, durch die Wahl eines anderen Kamerastandpunktes, als ihn die Filmkamera hatte, durch Lichtveränderungen erreiche ich mein gewolltes und überlegtes Fotos“, beschrieb Waltraut Pathenheimer 1964 ihre Arbeitsweise, die sich sehr von der anderer Standfotografen unterschied. Es entstanden dabei Fotos, wie diese Badeszene zum Film „Hilde, das Dienstmädchen“, die mit ihrer impressionistischen Bildsprache kleine Kunstwerke waren und eine eigene Geschichte erzählten.

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Jutta Wachowiak in „Seine Hoheit – Genosse Prinz“, 1969 ©FMP/Waltraut Pathenheimer

Von ihrer bevorzugten Arbeitsweise musste Waltraut Pathenheimer zum Teil abgehen, als sie 1965 begann, die actionreichen Indianerfilme mit Gojko Mitic zu fotografieren. „Ich musste nun bei Proben und Dreharbeiten Situationen mitschießen, weil man die Szenen nur unter höchstem Aufwand hätte nachstellen können.“ Durch ihre präzise Beobachtungsgabe und reflexhafte Schnelligkeit, im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, gelang es Waltraut Pathenheimer, perfekte Genrefotos zu gestalten, wie man sie so heute kaum findet.
Vor diesen interessanten neuen Herausforderungen, denen sie sich zuwandte, lag ein schmerzhafter Einschnitt im Schaffen der Fotografin. Ihr zweites Jahrzehnt bei der DEFA hatte mit Gegenwartsfilmen begonnen, die unter das Diktum des 11. Plenums ZK der SED im Dezember 1965 fielen. Sie hatte an Kurt Maetzigs Film „Das Kaninchen bin ich“ (1965) mitgearbeitet, und ein paar Monate später an dem ambitionierten Spielfilm „Jahrgang 45“ (1966) des Regisseurs Jürgen Böttcher (später Strawalde). Der Film wurde noch vor der Fertigstellung verboten. Er lag Waltraut Pathenheimer besonders am Herzen, da sie das verfilmte Leben aus eigener Anschauung kannte. Es traf sie schwer, dass die Filme und auch ihre Bilder verschwinden mussten.

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„Jahrgang 45“, 1966 ©DEFA-Stiftung/Pathenheimer

Waltraut Pathenheimer ging der Ruf voraus, sie sei kühl, unnahbar. Vor ihr müsse man einen Riesenrespekt haben. „Vor unserem ersten gemeinsamen Arbeitstag hatte ich deshalb richtig Angst, weil ich nicht wusste, ob sie mich unterstützen würde oder nur ihre Arbeit sieht. Sie war ja am Set auch für Filmkassetten und das Filmmaterial zuständig. Aber die Angst war völlig unbegründet. Ich lernte schnell ihr Zuverlässigkeit und fachliche Kompetenz schätzen“, sagt der heute 76-jährige Peter Bernhardt. „ Waltraut ließ nicht wirklich viele Menschen nah an sich heraus, aber wir verstanden uns merkwürdigerweise sehr gut. Wir sind heute noch befreundet. Sie hat für die Fotografie gelebt, dem alles untergeordnet. Da blieb nicht viel Raum für Privates. Eine Zeit lang hatte sie eine Beziehung, über die sie nichts erzählte. 1970 kam ihr Sohn Daniel zur Welt.“ Damals war die 38-Jährige Standfotografin für den Film „Dr. med. Sommer II Film“, eine Geschichte aus dem Alltag eines DDR-Krankenhauses.

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Eine atemberaubende Szene. Gojko lässt in seinem ersten DEFA-Film als Indianerhäuptling Tokei-ihto die Stute Hanka zur Kerze aufsteigen, 1965 ©DEFA-Stiftung/Pathenheimer

In 36 Arbeitsjahren schuf Waltraut Pathenheimer die Szenenfotos von mehr als 80 der rund 800 DEFA-Filme für die Plakatwerbung, für die Schaukästen in den Kinos, für Presseberichte, Starpostkarten und Filmposter. Millionenfach begehrt waren ihre Fotos von Gojko Mitić. Sie hat den „Häuptling“ in fast allen Rollen fotografiert. Er kann sich gut an die agile junge Frau erinnern. „Sie hat nicht viel geredet, hielt sich dezent im Hintergrund und hatte das Geschehen mit scharfem Auge im Blick. Sie wusste genau, was sie wollte. Das war sehr angenehm. Als wir im Kaukasus die ,Bärin‘ gedreht haben, wollte sie Fotos von der Szene, in der Tokei-ihto sein Pferd zur Kerze aufsteigen lässt und schießt. Wir haben das frühmorgens nachgestellt. Ich habe Hanka, mein Pferd, geholt und sie stand schon mit ihren Kameras bereit. Es sind ziemlich schöne attraktive Aufnahmen dabei herausgekommen. Und wenn man bedenkt, dass damals analog fotografiert wurde, man erst nach dem Entwickeln das Ergebnis sehen konnte… Sie war wirklich die Beste.“

Rund 32 000 Fotos hat Waltraut Pathenheimer zwischen 1954 und 1990 bearbeitet und für die Veröffentlichungen gestaltet. Ihre Arbeiten zeichnen hohe Bildästhetik und eine außergewöhnliche Bildsprache aus. Beides zeugt von dem großen gestalterischen und handwerklichen Können der Fotografin, deren Schaffen sowohl Film- als auch Zeitgeschichte spiegelt.

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Ulrich Mühe und Ulrike Krumbiegel in „Sehnsucht“, 1989 ©FMP/Pathenheimer

Nach der Wende hat man Waltraut Pathenheimer, damals gerade 59 Jahre alt, den Lebensinhalt genommen. „Man schickte mich in den Vorruhestand. Ich habe ein Jahr gebraucht, um abzutreten, musste hart daran arbeiten, um zu akzeptieren, dass es vorbei ist. Ich habe später noch Angebote von ehemaligen DEFA-Regisseuren bekommen, die aber abgelehnt. Ich wollte nicht noch einmal von vorn anfangen.“ Waltraut Pathenheimer hat ihre Kameras nie wieder in die Hand genommen. Sie lebt immer noch in Berlin-Prenzlauer Berg.

Die Festivals von Edinburgh feiern ihr 70-jähriges Bestehen

Ich habe eben eine Mail bekommen, die es wert ist, hier auf dem Blog promotet zu werden. Dieses Jahr begeht Edinburgh im Rahmen einer ganzjährigen Feier, die Schottlands historische Hauptstadt wie nie zuvor zu etwas ganz Besonderem macht, das 70. Jubiläum seiner weltberühmten Festivals.

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The Excitements/Edingburgh Jazz und Blues Festival

Diese einzigartige Idee wurde im Jahr 1947 geboren. Die Festivals von Edinburgh – allen voran das Edinburgh International Festival, der Edinburgh Festival Fringe und das Edinburgh International Film Festival – nahmen damals als Initiative für mehr Menschlichkeit ihren Anfang, nachdem die Unmenschlichkeit mit dem Zweiten Weltkrieg ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Diese Inspiration konnte 70 Jahre lang aufrechterhalten werden und machte Edinburgh und seine Festivals zu einem unvergleichlichen Ziel für erstklassige Kultur und internationalen Austausch, das Edinburgh den Ruf einer weltweit führenden Festivalstadt einbrachte. Ein 70-sekündiger Film fängt einige außergewöhnliche Augenblicke der Festivals von Edinburgh ein und gibt einen Vorgeschmack auf die Festivalsaison 2017 gibt.

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Go Get ‚EM KID/Imaginate Festival. Foto: Eion Carey

Von Theater, Tanz, Oper über Musik und Literatur bis hin zu Film, Wissenschaft, visuelle Kunst, Jazz und große Veranstaltungen ist bei den Festivals von Edinburgh für jeden Geschmack das Richtige dabei. Veranstaltungsorte und Räume jeder Art werden zu Bühnen umfunktioniert, wie zum Beispiel das prächtige Edinburgh Castle, Theater, Konzerthallen und Spiegelzelte sowie die legendären Pflasterstraßen der Stadt.

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NVA’s Speed of Light/Edinburgh International Festival. Foto: Euan Myles

Im Jahr 2017 ist die Welt zu Gast in Edinburgh. Menschen und Kultur stehen  im Mittelpunkt der Festivals. Das Jahr 2017 bietet die ideale Gelegenheit, in einer der legendärsten Städte der Welt ein einzigartiges, unvergessliches Festival zu erleben und eine Reise nach Edinburgh zu planen.

Und das sind die Termine:
Edinburgh International Science Festival:
1. bis 16. April
Imaginate Festival
27. Mai bis 4. Juni
Edinburgh International Film Festival 21. Juni bis 2. Juli
Edinburgh Jazz & Blues Festival
14. bis 23. Juli
Edinburgh Art Festival:
27. Juli bis 27. August
The Royal Edinburgh Military Tattoo – 4. bis 26. August,
Edinburgh International Festival  4. bis 28. August
Edinburgh Festival Fringe – 4. bis 28. August,
Edinburgh International Book Festival  – 12. bis 28. August
Scottish International Storytelling Festival – 20. bis 31. Oktober
Hogmanay  – 30. Dezember 2017 bis 1. Januar 2018.

Näheres unter http://www.edinburghfestivalcity.com.
Video: http://www.edinburghfestivalcity.com/edfests70

Junges Kino trifft „alte“ DEFA-Filme – Andres Veiel

Im Mai 2016 jährte sich die Gründung der DEFA zum 70. Mal. Die DEFA-Stiftung nimmt das Jubiläum zum Anlass, nicht nur auf herausragende Produktionen aus fünf Jahrzehnten aufmerksam zu machen, sondern auch dem Fortwirken des DEFA-Erbes im aktuellen Filmschaffen nachzuspüren. Aus diesem Grund lädt sie das ganze Jahr über jüngere deutsche Regisseurinnen und Regisseure dazu ein, im Kino Arsenal DEFA-Filme vorzustellen, die sie besonders beeindruckt oder in ihrer Arbeit beeinflusst haben.

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Andres Veiel Foto: Wilfried Böing

Andres Veiel (Jg. 1959) absolvierte nach einem Psychologiestudium Ende der 1980-er Jahre eine Regie- und Dramaturgie-Ausbildung am Berliner Künstlerhaus Bethanien, begann dann aber Dokumentarfilme zu drehen. Bekannt wurde er mit seiner Dokumentation „Black Box BRD“ (2001). Es folgten u. a. „Die Spielwütigen“ (2004), „Der Kick“ (2005) und dann 2011 sein erster Spielfilm „Wer, wenn nicht wir“.

Andres Veiel präsentiert den DEFA-Film „Ich war neunzehn“ mit Jaecki Schwarz  der Rolle des jungen Deutschen Gregor Hecker. Es ist die Geschichte des Regisseurs Konrad Wolf, der in der Roten Armee diente. Schwarz wurde 1968 mit dem Film populär. „Das war mein erster Glücksfall als Schauspieler. Und er hängt mir 50 Jahre da­­nach noch an – im positiven Sinne. Erst kürzlich hielt ich an der FU Berlin einen Vortrag über den Film und die Arbeit mit Regisseur Konrad Wolf. In der Diskussion zeigte sich, dass auch die jungen Leute heute die Problemstellung verstehen“, erzählt er im Interview. Jaecki Schwarz‘ Vater war ein junger russischer Offizier, in den sich seine Mutter verliebt hatte.  Noch vor Jaeckis Geburt wurde sein Vater in die Sowjetunion zurückgeschickt. „Ich habe ihn nie kennengelernt“, sagt der heute 70-jährige Schauspieler.

Jaecki Schwarz (Gregor Hecker) und Dieter Mann (Unteroffizier) in "Ich war neunzehn"
Jaecki Schwarz und Dieter Mann Foto: DEFA-Stiftung

Filmabend am 6. 12. 2016 im Arsenal
19:00 Uhr
ICH WAR NEUNZEHN   (DDR 1967, R: Konrad Wolf, 119 min)
 Gregor Hecker, der mit seinen Eltern in die Sowjetunion emigriert war, kehrt 1945 als Leutnant der Sowjetarmee in seine Heimat zurück und versucht, Antworten auf Fragen nach Vergangenheit und Gegenwart zu finden. Der nach Erinnerungen Konrad Wolfs facettenreich in Episoden gestaltete Antikriegsfilm beschreibt ohne Pathos und Larmoyanz die Schrecken des Krieges und macht die Schuld der Deutschen deutlich.

Im Anschluss ein Filmgespräch zwischen Andres Veiel und Dr. Ralf Schenk (DEFA-Stiftung)

21:30 Uhr  frühe Dokumentarfilme von Volker Koepp
TAG FÜR TAG (DDR 1979, 32 min)
Porträt einer selbstbewussten Schweißerin in einem Betrieb für Landtechnik in Schwaan (Mecklenburg)
FEUERLAND (DDR 1987, 30 min)
Das Alltags- und Nachtleben in Berlin-Mitte zwischen Chaussee-, Invaliden- und Wilhelm-Pieck-Straße
In Koepps frühen Filmen sind die Menschen organischer Teil einer Gegend, verwoben mit deren Vergangenheit und Gegenwart – einer Gegenwart, die sich vor allem in Arbeitsabläufen manifestiert. Sie sind Momentaufnahmen, die Wandelbarkeit und Beständigkeit des menschlichen Lebens zugleich dokumentieren.

Kino Arsenal
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